Foto: FF Ulmerfeld-Hausmening
Ein Brand an Bord, zahlreiche verletzte Personen und rund 200 Passagiere auf einem Schiff: Dieses dramatische Szenario stand im Mittelpunkt der landesübergreifenden Großübung „TRITON26“, die auf der Donau im Bezirk Perg (Oberösterreich) stattfand. Zahlreiche Einsatzorganisationen trainierten dabei intensiv die Zusammenarbeit bei einem größeren Schadensereignis auf dem Wasser. Neben den oberösterreichischen Kräften zeigten auch viele Feuerwehrmitglieder aus dem Bezirk Amstetten starke Präsenz und unterstützten die Übung maßgeblich.
Bfkdo Amstetten: Gelungene Übung!
Denn laut Alarmplan werden bei derartigen Katastrophen auch die „Donau-Wehren“ St. Pantaleon, Ennsdorf, Sindelburg, Strengberg und Wallsee eingebunden. Ebenfalls vor Ort waren Mitglieder der FF Ernsthofen sowie rund 25 Statisten u. a. von den Feuerwehren Neuhofen/Ybbs und Ulmerfeld-Hausmening. Ein starkes Zeichen der Zusammenarbeit war auch die Präsenz des Bezirksfeuerwehrkommandos Amstetten, von dem es heißt: „Es war eine rundum gelungene Übung!!!“
Herausforderung auf dem Wasser und an Land
Für die beteiligten Feuerwehren aus Ober- und Niederösterreich standen die Brandbekämpfung sowie die Evakuierung der Passagiere mit Booten im Fokus. Die beengten Verhältnisse auf einem Schiff, die große Zahl betroffener Personen und die präzise Abstimmung zwischen den Kräften auf dem Wasser und an Land stellten besondere Anforderungen an den gesamten Einsatzablauf.
Schwerverletzte Personen wurden mit dem ÖAMTC-Rettungshubschrauber Christophorus per Tau direkt vom Schiff gerettet. Gleichzeitig brachten mehrere Feuerwehrboote – darunter die Crews aus dem Bezirk Amstetten und den umliegenden Regionen – die Passagiere sicher an Land. Dort wurden sie vom Roten Kreuz gesichtet und entsprechend ihren Verletzungen erstversorgt. Auch die Wasserpolizei und die Schifffahrtsaufsicht waren eng in das Manöver eingebunden.
Realistisches Szenario dank 200 Statisten
Rund 200 Statistinnen und Statisten sowie die Realistische Unfalldarstellung des Roten Kreuzes sorgten mit unterschiedlichsten Verletzungsmustern und Krankheitsbildern für ein äußerst anspruchsvolles und naturnahes Übungsszenario. Das Rote Kreuz übernahm die medizinische Versorgung und psychosoziale Betreuung der Betroffenen. Zudem waren Kräfte der Krisenintervention fest in den Ablauf integriert.
Wichtige Erkenntnisse für die Zukunft
Die wertvollen Erfahrungen aus „TRITON26“ werden nun von allen beteiligten Organisationen gemeinsam aufgearbeitet. Die Ergebnisse fließen direkt in die künftige Einsatzplanung sowie in die Aus- und Weiterbildung der Einsatzkräfte ein, um für den Ernstfall bestmöglich gewappnet zu sein.
Das Organisationsteam rund um den Ausbildungsverantwortlichen Philipp Furtlehner bedankt sich herzlich bei allen Feuerwehrmitgliedern – insbesondere auch bei den helfenden Kräften aus dem Bezirk Amstetten –, dem Bezirksfeuerwehrkommando Perg, dem OÖ. Roten Kreuz mit Rettungsdienst, Krisenintervention und Realistischer Unfalldarstellung, der Besatzung des Rettungshubschraubers sowie allen weiteren beteiligten Organisationen, Unterstützern und den rund 200 Statistinnen und Statisten für ihren großartigen Einsatz